Sonntag, 23. September 2012

Mirjam H. Hüberli - "Plampi"


Plampi“ ist dein erstes veröffentlichtes Buch, erzähl doch mal etwas darüber. Wovon handelt es?

Ja, so ist es. Das ist mein erstes Buch.
Gerne erzähle ich euch etwas über das kleine Abenteuer von Plampi. Die Geschichte handelt davon, dass der Familienkater, namens Theobald, spurlos verschwunden ist – was dem gemütlichen Stubenhocker so gar nicht ähnlich sieht. Die ganze Familie ist in Aufruhr und da ist der Zeitpunkt gekommen, wo Plampi beschließt, sich der Sache anzunehmen. Damit sein heimliches Verschwinden in der Nacht nicht für unnötige Furore sorgt, bleibt ihm nur diese eine Nacht. Natürlich lernt er auf der Suche nach Theobald die unterschiedlichsten Tiere kennen und er schliddert in so mach abenteuerliche, witzige oder brenzlige Situation.

 

 
Taschenbuch: 120 Seiten
Verlag: Merquana Verlag und Mediadesign (August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943882004
ISBN-13: 978-3943882001
Bereits in der 2. Auflage!
 
Lieblingszitat? Da habe ich zwei, darf ich beide nennen?
Werde, der du bist.“ von Nietzsche
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ von Mark Twain
Sie vereinen das, was mir wichtig ist. Sich selbst zu finden und dennoch jeden Tag zu leben und genießen.
 





Wie bist du auf diesen niedlichen Namen für deine Hauptfigur gekommen?


In der Schweiz gibt’s den Begriff „Plampiohren“. Ich glaube, das kennt ihr in Deutschland nicht wirklich, oder? Plampiohren bedeutet so viel wie „lange, herunterhängende Ohren“. Als mir letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit die Idee zu Plampi in den Sinn kam, und ich die erste Zeichnung entwarf, (es ist die, die nun auf dem Cover zu sehen ist) warf jemand aus meiner Familie diesen Namen ins Gespräch. Es war bloß Spaß, denn eigentlich heißt er ja „Napoleon“. Doch irgendwie ist der Name einfach hängengeblieben und immer wenn wir über ihn geredet haben, sprachen wir von „Plampi“. Und ganz ehrlich, er passt auch zu ihm. *lach*


   


 


Wolltest du schon immer ein Buch mit deinen eigenen Illustrationen veröffentlichen?


Eigentlich war das nie ein Wunsch von mir. Irgendwie hat sich das so ergeben, als ich den Adventskalender veröffentlicht habe. Ich zeichne sehr gerne und mache das fast zu jedem Manuskript (meist in Form von Kapitelillustrationen). Es schenkt mir einen gewissen Ausgleich zum Schreiben - aber es ist nicht so, dass ich mich darüber identifizieren möchte.

Was liegt dir mehr am Herzen: Das Schreiben oder das Zeichnen?

Ich denke, das habe ich bereits mit der oberen Frage beantwortet. Wenn ich wählen müsste, dann das Schreiben.

Wer sind deine beiden Lieblingscharaktere aus deinem Buch?

Hm, schwierige Frage. Natürlich Plampi, ohne ihn würde das Buch nicht existieren. Ich liebe seinen leichten Hang zur Tollpatschigkeit. Aber auch seine Ungeduld, weil ich ihm da nicht so unähnlich bin. Die zweite Figur, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, ist Mucky, die Stubenfliege. Sein Mut, seine Sprüche, seine Offenheit… all das fand ich unglaublich schön, in so einen kleinen Körper zu packen.

Kannst du mir sagen, was den Kunden erwartet? Wieso sollten die Leser dein Buch kaufen?

Da fragst du mich etwas, mit dem ich mich schon von Anfang an ehr schwer tue. Es geht um Freundschaft, vermischt mit einem Hauch Abenteuer und mit der nötigen Prise Humor. Für mich ist es nicht das typische Kinderbuch, denn gerade Erwachsene erfreuen sich auch an dieser kleinen Geschichte. Deshalb steht zu Beginn des Buches: „Für alle großen und kleinen Plampi-Fans.“


Woher nimmst du deine Inspiration, sowohl beim Zeichnen, als auch beim Schreiben?

Das mag seltsam klingen, doch die Inspiration fliegt mir einfach zu. Sei das beim Einkaufen, oder wenn ich im Auto sitze, manchmal reicht es, mir eine Werbung im TV anzugucken – plötzlich ist sie da, die Idee, und fast sofort auch die Bilder dazu. Ich muss sie also nur noch einsammeln, in Worte formen und zu Papier bringen. Manchmal fliegt mir eine neue Geschichte auch mitten in der Nacht zu. Und wenn ich sie dann nicht augenblicklich notiere, ist sie am nächsten Tag wieder verschwunden. Deshalb liegt seit geraumer Zeit immer ein kleines Notizbuch mit Bleistift neben meinem Bett.

Kannst du dir vorstellen, dass es den kleinen Plampi irgendwann als Kuscheltier gibt, oder als Kinderserie im Fernsehen?

DAS wäre natürlich fantastisch! Erstens liebe ich Kuscheltiere und einen Plampi als Kuscheltier, hach, das stelle ich mir total süß und knuffig vor :) Und ich würde ihn sofort kaufen *lach*
Und als Trickfilmserie könnte ich ihn mir durchaus vorstellen. Plampi, mit seinen Schnapsideen, seiner Abenteuerlust und all seinen Freunden. Warum nicht ;)

Ist die Geschichte beendet, oder wird es eine Fortsetzung geben?

Die Geschichte „Nur eine Nacht“ ist in sich abgeschlossen. Aber es schließt auch nicht aus, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird von Plampi und seinen Freunden.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Die Arbeit mit dem Merquana Verlag hat wunderbar geklappt. Wobei es nicht immer einfach ist, alles über einen Mailkontakt zu regeln. Aber selbst als ich mit meinen Wünschen zu dem Cover an die Verlegerin herangetreten bin, hat sie meine Anliegen ernst genommen, respektiert und ist mir mit offenen Armen entgegen gekommen. Das schätze ich sehr. Und ich finde, das Buch ist wirklich toll geworden – also rein für ihre Arbeit als Verlegerin gesprochen.
 
Kannst du angehenden Autoren und Autorinnen Tipps geben, wie man den richtigen Verlag findet?

Ich muss gestehen, dass das wirklich schwierig ist. Natürlich ist es wichtig, sich das Verlagsprogramm des jeweiligen Verlages (oder Agentur) gut anzuschauen, sich vorab zu informieren, an was für Manuskripten der Verlag überhaupt Interesse hat. (Passt mein Manuskript? Ist es das richtige Genre?)
Aber ansonsten kann ich nur sagen: Nicht aufgeben und immer weiter schreiben, schreiben, schreiben...
Schreiben ist ein Handwerk, das man sich über Jahre aneignet. Man wächst mit seinen Texten, lernt mit jedem Buch dazu, und entwickelt sich immer weiter. Es wird immer eine Möglichkeit geben, Wut, Trauer, Liebe noch intensiver darzustellen, oder eine Szene dramatischer in Worte zu fassen. Daher sollte man niemals aufhören sich weiterzuentwickeln und so viel schreiben, wie nur möglich.

Arbeitest du bereits an weiteren Werken? Hast du neben Plampi schon etwas veröffentlicht?

Ich habe neben Plampi einige Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht:

Mittendrin – Der Laubkönig erzählt“

Weil wir Mädchen sind“

Neben dem Verstand“

Lese Blüten Fantasy“

Ja, ich arbeite an weiteren Werken, weil ich gar nicht anders kann, als zu schreiben. Das Genre der Jugendthriller hat es mir angetan. „Zerfressener Glanz“ und „Blüten Zorn“ sind beides Jugendthriller, die ich bereits beendet habe, und momentan bei einer Agentur zur Sichtung liegen. Ein weiteres Werk ist „Faoon“, ein Fantasy-Kinderbuch, welches ebenfalls einige Illustrationen beinhaltet und gesichtet wird. Und aktuell arbeite ich an meinem dritten Jugendthriller, stecke da aber erst in der Plot Phase, aber den Titel kann ich an dieser Stelle schon verraten: „Verfluchtes Herz“
Ich bedanke mich für das Interview.

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