Sonntag, 8. Juli 2012

Christina M. Fischer - "Dämonenbraut"

Wer noch nach gutem Lesestoff für die Sommerferien sucht, wird bei dem Werk der Jungautorin Christina M. Fischer fündig. Ihr Debütroman „Dämonenbraut“ hat sich auf Bookrix bereits einen Namen gemacht und nun einen guten Verlag gefunden. Gemeinsam mit der Verlegerin wagte sie sich an ihre erste Veröffentlichung. Ich kann jetzt schon sagen, wenn ihr erst einmal auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr nicht mehr aufhören zu lesen…


„Dämonenbraut“ ist deine erste Veröffentlichung, worum geht es in dem Roman?

Dämonenbraut handelt von der Jagd auf einen Serienmörder, der mithilfe eines verbotenen Rituals die Kräfte der getöteten übersinnlichen Wesen auf sich überträgt. Wenn dieser schwarze Hexenmeister das Ritual vollenden würde, wäre er nahezu unbesiegbar. Genau das müssen die Hauptcharaktere von Dämonenbraut verhindern.
( Eine Leseprobe ist auf Amazon zu finden. )

Erscheinungsdatum: 28. Juli 2012
Taschenbuch: 328 Seiten
Verlag: Art Skript Phantastik; Auflage: 1 (28. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 398150920X
ISBN-13: 978-3981509205

PLOT:

Vor 60 Jahren brach eine Virus-Epidemie aus. Was vorher nur vereinzelt auftrat, häuft sich nun: Menschen verwandeln sich in sich in Hexen, Vampire, Werwölfe oder Dämonenbräute, kurz: in A-Normalos. Die Agentin Sophie Bernd ist eine von ihnen, eine Dämonenbraut, die mit einem Tropfen ihres Blutes Dämonen aus einer anderen Dimension rufen kann, die ihr in kritischen Situationen zum Gehorsam verpflichtet sind. Mit dieser Gabe verdient sie ihr Geld und bekämpft diejenigen, die sich in der neuen Welt nicht an die Regeln halten. Gemeinsam mit ihrem Partner, dem werdenden Vampir Julius, macht sich Sophie auf die Jagd nach einem Psychopathen, der es auf Hexen und Magier abgesehen hat, um seine eigene Macht zu stärken. Kaum verwunderlich, dass sie dabei auch auf den charmanten Samuel trifft, den mächtigsten Hexenmeister der Stadt, und sich fragen muss: Hat er etwas mit den Morden zu tun?

Christina M. Fischers Debüt-Roman mischt Urban Fantasy mit Mystik, abgerundet mit spannenden Thriller-Elementen und verfeinert mit einer Prise Erotik und viel Humor.


Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
- Albert Einstein

Wichtig für mich sind drei Dinge: Meine Familie zu lieben, ein guter Mensch und meinem kleinen Sohn eine gute Mutter zu sein.


Wie bist du auf die Idee gekommen? Was genau sind A-Normalos und was fasziniert dich an einem Buch, wo viele mystische Geschöpfe enthalten sind?

Inspiriert wurde ich von dem Online-Game Hellgate London, in dem ich eine Beschwörerin gespielt habe. Da ich das Spiel mochte, habe ich mich gefragt, wie die Welt aussehen würde, wenn sie tatsächlich von einer Horde Dämonen überrannt wird. Wenn ich dann diese Momente habe, in denen ich mir im Kopf vorstelle, was alles passieren könnte, sehne ich mich geradezu nach dem Schreiben, um die Geschichte aus meinem Kopf auf Papier zu übertragen. So führte eins zum anderen. Wobei ich jedoch hier betonen möchte, dass meine Dämonen nichts mit unserer Teufelshierarchie zu tun haben. Es gibt kein Luzifer oder Beelzebub, sondern einen Arakor, eine Shimay und noch andere Ränge und Bezeichnungen.

Nun, zu der Frage, was A-Normalos sind. A-Normalos sind Vampire, Werwölfe, Hexen und Dämonenbräute. In Dämonenbraut entstanden diese mystischen Wesen durch ein Virus. Im Teenageralter erfahren die Betroffenen, ob sie das Virus in sich haben und wenn ja, zu welcher Sorte A-Normalos sie gehören werden.

Was mich am meisten an Büchern fasziniert, die mit übersinnlichen Wesen zu tun haben, ist die Freiheit. Es gibt keine Grenzen, solange man alles plausibel erklären kann. Man kann seiner Phantasie einfach freien Lauf lassen.


Warum hast du dich dem Hype nicht angeschlossen und etwas über Vampire verfasst?

Oh, ich habe durchaus einige Bücher über Vampire, so ist das nicht. Diese sind jedoch noch nicht fertig geschrieben und daher konnte ich sie auch keinem Verlag anbieten. In Dämonenbraut gibt es aber auch Vampire, sie gehören ja zu den A-Normalos dazu. Sophies Partner Julius zum Beispiel, trägt das Virus in sich. Wenn er sich verwandelt, wird er ein Meistervampir. Der Schwerpunkt in diesem Buch liegt jedoch hauptsächlich auf den Dämonen, den Dämonenbräuten und den Hexen.


Kannst du kurz deine Hauptcharaktere in wenigen Sätzen beschreiben und erklären, was sie außergewöhnlich macht? Was hat Sophie für Fähigkeiten?

In einigen Sätzen wird etwas schwierig, aber ich versuche es ^^

Sophie Bernd, der Hauptcharakter von Dämonenbraut, ist eine Agentin und verfolgt jene A-Normalos, die sich nicht an die Regeln halten und Verbrechen begehen. Eine Besonderheit Sophies ist das Dämonenmal, eine Art lebende Tätowierung, das sie auf ihre Stirn trägt. Dieses Mal hilft ihr dabei, Kontakt zu der Dämonenwelt aufzubauen und sich Diener zu rufen.

 Anna, Sophies beste Freundin, ist eine Hexe, die eine fünfzehnjährige Tochter hat. Annas Vorlieben sind Sabbate, die eher Sexorgien gleichen. Einmal hat sie Sophie dazu überreden können mitzukommen und sich das ganze anzusehen, da hat sie Samuel getroffen.

Nun kommen wir zu dem Verführer dieser Geschichte und das ist Samuel. Er ist ein Hexenmeister und war vom ersten Moment an fasziniert von Sophie. Da Hexen jedoch großen Wert auf ihre Nachkommen legen, hat er den Fehler begangen, Sophie zu bitten sein Kind auszutragen. Seitdem ist sie auf der Hut vor ihm.

Julius Kessedy, Sophies Partner, hadert mit seinem Schicksal, bald ein Vampir zu sein. Auch er ist fasziniert von Sophie und wirbt um sie.

Ein sehr spezieller Charakter ist Jason Shoda. Der dunkelhäutige Mann ist ein Dhag. Diese Wesen sind über alle Maßen stark und sorgen dafür, dass die Dämonen in ihren Dimensionen bleiben. Ich habe sie mit der inneren Abteilung der Polizei verglichen.

Nun kommen wir zu meinen Lieblingscharakteren und das wären Bash und Richie. Dass die zwei vollwertige Dämonen sind, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Mit List haben sie Sophie dazu gebracht sie an sich zu binden und seitdem kann sie diese nicht mehr in ihre Welt zurückschicken. Da sie sehr mächtig sind, haben diese beiden die Gabe, menschliches Aussehen anzunehmen. Auch vom Charakter sind sie sehr unterschiedlich. Während Bash rotzfrech und sehr offen ist, kann man Richie geradezu ernst und prüde nennen. Über die Streitereien und Eifersüchteleien der beiden zu schreiben hat mir großen Spaß gemacht.

Als letztes kommen wir zu einem außergewöhnlichen Charakter, über den man im ersten Band noch nicht viel zu lesen bekommt. Der Arakor ist ein Dämon und der Anführer von Richie und Bash. Sein Ziel ist es, sich Sophies Kräfte zunutze zu machen um sein Volk zu beschützen.
 

Was inspiriert dich und bringt dich zum Schreiben?

Wie oben beschrieben, sind es ab und zu Spiele. Meistens sind es Kinofilme, Lieder oder Werbespots, die mich berühren und zum Schreiben bringen. Dabei geht es meistens um die Gefühle, die ich in diesem Moment empfinde, diese möchte ich auf Papier bringen.


Wie bist du zum Schreiben gekommen? Wann hast du damit begonnen, warum und wie alt warst du da?

Zum Schreiben kam ich, weil mir das Ende eines Buches nicht gefiel. Leider weiß ich nicht mehr welches es gewesen war, aber ich weiß noch, dass ich es sehr gut fand und dann über das Ende regelrecht geschimpft habe. Damals war ich erst vierzehn Jahre alt. Seitdem lese und schreibe ich sehr viel, fast unaufhörlich.


Gibt es eine Fortsetzung von „Dämonenbraut“? Wenn ja, kannst du kurz „anschneiden“ worum es gehen wird?

Ja, es gibt eine Fortsetzung. Die Geschichte ist als Trilogie geplant. Ich wollte es oben nicht erwähnen, weil die Frage nicht dazu passte, aber neben dem Haupthandlungsstrang, der Jagd nach dem Serienmörder, gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der sich durch alle drei Bücher ziehen wird. Im ersten Teil bekommt man davon noch nicht viel mit, das ändert sich im zweiten Band. Auch im Folgeband wird es einen Fall zu lösen geben. Viele Dämonenbräute werden ermordet und Sophie muss auf der Hut sein, da ihr diese sehr ähneln. Wie gesagt, ich will noch nicht viel verraten, die Geschichte ist noch nicht beendet und manchmal setzt sie ihren eigenen Kopf durch =)


Was ist das für ein Gefühl zu wissen, dass du das eigene Buch an dem du lange gearbeitet hast, bald in den Händen halten kannst?
Warst du überrascht als die Zusage kam, oder hattest du auch noch Angebote von anderen Verlagen?

Ich wusste schon von vornherein, dass ich damit vielleicht nie das große Geld verdiene. Auf diesem Markt gibt es sehr viel Konkurrenz und nur die wenigsten kommen in die Bestsellerliste. Aber alleine das gedruckte Buch in den Händen zu halten, ist unbeschreiblich.

Über die Zusage war ich sehr überrascht. Ich hatte davor fünf Kurzgeschichten für Anthologien weggeschickt und dass sie alle genommen wurden, hat mir Mut gemacht mein Manuskript abzuschicken. Ich denke, dass der Zeitpunkt und Glück auch eine große Rolle gespielt haben. Es gibt so viele talentierte Autoren, die wunderschöne Geschichten schreiben, in diesem Fall war ich einfach schneller und konnte so meine Verlegerin für Dämonenbraut begeistern.


Verläuft die Arbeit mit dem Art Skript Phantastik Verlag gut? Welche Erfahrungen konntest du mit dem Verlag machen?

Die Zusammenarbeit mit dem Art Skript Phantastik Verlag finde ich sehr gut. Ich tausche mich auch immer mit der Verlegerin aus. Wir überlegen dann gemeinsam, was wir machen können um die Leser für das Buch zu begeistern. Auch bei der Auswahl des Covers durfte ich mitentscheiden, das ist leider nicht bei vielen Verlagen so.

Noch dazu ist es schön zu sehen, dass es in der Masse der Druckkostenzuschussverlage Verlage gibt, die gute Bücher von neuen Autoren auf den Markt bringen wollen und dabei auch fair bleiben.


Hast du ein paar Tipps wie man die eigene Idee eines Tages veröffentlichen kann?

Ich kann nur schreiben, worauf ich geachtet habe. Ein ordentliches Exposé anfertigen und mit diesem den Verleger davon überzeugen, wie besonders das Manuskript ist. Die Geschichte so oft zu lesen und auf Fehler zu überarbeiten, bis man sie nicht mehr sehen kann. Die Verlegerin oder den Verleger namentlich anschreiben und immer höflich sein.


Wie lange hast du an deinem Buch gearbeitet? Sprudelten die Ideen einfach nur so aus dir heraus, oder gab es auch Schreibkrisen? Wenn ja, was hast du dagegen gemacht?

Die erste Frage werde ich wohl nie beantworten können, denn ich schreibe im Normalfall an mehreren Büchern gleichzeitig und das auch noch per Hand mit Kugelschreiber und Schreibblock. Dadurch habe ich immer Abwechslung und gerate selten in einer Schreibkrise. Ich kann mich aber erinnern, dass ich einmal eine Schreibblockade hatte. Meine Leser wollten unbedingt wissen wie es bei einer meiner Geschichten weiterging, mir war aber eher danach an einer anderen zu schreiben. Dieser Zwang war es schließlich, der mich in die Schreibkrise katapultiert hatte. Nachdem ich dann wieder an meiner Wunschgeschichte geschrieben habe, konnte ich auch wieder an der anderen schreiben. Problem gelöst!


Welches Genre bevorzugst du?

Beim Schreiben ist es eindeutig Fantasy. Die meisten Bücher habe ich über Urban Fantasy, aber es sind auch einige High End Fantasy-Geschichten dabei.

Beim Lesen bin ich vielfältiger, da achte ich nicht auf das Genre, sondern darauf, ob mich der Klapptext anspricht. Steven Erikson mit seiner Reihe Das Spiel der Götter, ist momentan mein Lieblingsschriftsteller. Der beste Klapptext, den ich gelesen hatte, war Cupido von Jilliane Hoffman.


Wirst du in Zukunft noch weitere Werke veröffentlichen? Arbeitest du bereits an anderen Roman / Buchprojekten? Schreibst du auch Kurzgeschichten für Anthologien?

Ich hoffe doch, dass ich weitere Werke veröffentlichen kann. Neben Dämonenbraut ist eine andere Geschichte bereits fertig, und weitere so gut wie, doch bevor ich diese wegschicken kann, muss ich noch sehr viel korrigieren. Und wie oben beschrieben, schreibe ich derzeit am zweiten Teil von Dämonenbraut.

Kurzgeschichten verschicke ich im Moment nicht, da ich ziemlich ausgelastet bin, aber falls mir eine Anthologie interessant erscheint, überlege ich mir das.

Besonders der Art Skript Phantastik Verlag gibt als Vorlage gute Themen für Anthologien, wie zum Beispiel Vampire Cocktail. Auf das nächste Anthologie-Projekt bin ich sehr gespannt =)


Ich bedanke mich für das Interview.

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