Sonntag, 1. Juli 2012

Carola Kickers - "Die Blut-Loge"

„Die Blutloge“ ist ein interessanter Roman von dir, erzähl doch mal etwas über die Entstehung und den Inhalt.
Ich habe in diesem Buch eigentlich 3 Genres gemischt: Dark Fantasy, Krimi und eine Prise Science Fiction. Aber so weit von der Wahrheit sind wir nicht entfernt. Die Werbung experimentiert schon lange mit Pheromonen und versucht, uns Menschen mit den Mitteln der modernen Wissenschaft zu manipulieren - was sogar meist gelingt. Im Grunde ist der "Stark"-Konzern in diesem Buch nur ein Sinnbild für dieses Tun.


Wieso hast du als Protagonisten Vampire ausgewählt? Gerade jetzt wo der Hype so groß. Bist du dennoch der Überzeugung man sollte als Autorin diese Wesen besser darstellen?

Das Manuskript hat schon vor dem Hype existiert. Der war ja nicht abzusehen. Aber diese Wesen haben eine unglaubliche Bandbreite an Darstellungsmöglichkeiten und werden daher auch in Zukunft interessant bleiben. Allerdings schreibe ich ja auch in anderen Bereichen.


Wie bist du zum Schreiben gekommen? Wann hast du begonnen und wie alt warst du da?

Also, ernsthaft begonnen habe ich so mit 17 Jahren, da kamen die ersten Kurzgeschichten aus meiner Feder, die ich auch mal eingereicht habe. Später wurde die Sprache ja mein Hauptberuf. In der Musikbranche waren es Songtexte statt Gedichte. So hat sich alles über die Zeit hin weiter entwickelt.


Wie viele Veröffentlichungen konntest du miterleben?


Einige, allerdings war es immer enttäuschend, was die Verlage daraus machten - nämlich nichts. Während ich vor Ideen platzte - Marketing gehört ja zu meinem Job - blieb bei denen, die die Bücher eigentlich verkaufen sollten, alles ruhig.

Hier ein kleine Auswahl ihrer Veröffentlichungen



Welches ist dein Lieblingsgenre? Brichst du auch manchmal aus der Fantastischen Welt aus?

Ich mag alles, was Spannung verspricht. Daher schreibe ich auch sehr gerne mal im Mystery- oder Krimi-Genre.

Warum schwankt Ruben Stark ( Blutloge ) zwischen bösen Vampir und Vater hin und her? Er möchte sein Kind doch nur ausnutzen, oder konnte ich da doch ein paar väterliche Gefühle erkennen?

Ruben ist eine despotische Vaterfigur, der sein Kind als Eigentum betrachtet und als Mittel zum Zweck. Er verspürt eher Besitzerstolz. Gefühle wie Liebe entwickelt er nicht.

Was treibt dich an? Hast du eine Inspiration fürs Schreiben?


Jede neue Idee treibt mich an und inspiriert werde ich von allem, was mich umgibt. Manchmal verarbeite ich eigene Erlebnisse, Gehörtes oder Gesehenes in meinen Geschichten.


Arbeitest du bereits an Fortsetzungen? Weiteren Romanen, Kurzgeschichten oder Erzählungen? Kannst du uns einen kleinen Einblick geben?


Ja, dieses Jahr erscheinen noch der Folgeband des Katzenkrimis "Mr. Pattapu" sowie einige Kindle-Ebooks. Auch "Der Grabschänder" wird eine Fortsetzung erhalten - die wird übrigens ziemlich düster. Im kommenden Jahr stehen dann eine weitere Folge von Jason Dawn und neue Projekte an.


Wie stehst du zu Verlagen? Du selbst besitzt einen Musikverlag, der ja bald auf die Produktion von deinen eigenen Büchern umstellen soll. Wieso wählst du den Weg der Selbstveröffentlichung? 


Ich führe seit 10 Jahren einen Musikverlag und bin seit 30 Jahren im Musikgeschäft, daher kenne ich mich vor allem im Lizenzbereich aus. Nach meinen Erfahrungen in den letzten Jahren ist es ziemlich ernüchternd wer sich alles Verleger nennt, vor allem, wo der Lizenzweg gar nicht genutzt wird (obwohl man sich diese Rechte sichert!). Eigentlich wäre es an der Zeit, für diesen "Beruf" eine Prüfung einzuführen, wenn man andere Leute unter Vertrag nehmen will! Jeder Handwerksmeister muss diese in Deutschland ablegen, bevor er sich selbständig macht. Ich habe als Autorin so viele leere Versprechungen gehört sowie falsche bis gar keine Abrechnungen erhalten, dass ich nur jedem Kreativen empfehle, soviel wie möglich selbst in die Hand zu nehmen. Das war auch der Grund für unsere Entscheidung, den Musikverlag zu erweitern. Bücher als Print wird es allerdings erst Ende 2013 geben.


Was glaubst du hält die Zukunft für dich bereit?

Ich weiß, dass sie vermutlich sehr viel Arbeit bereithält  und hoffentlich noch viele neue gute Ideen.




Meine Rezension zu dem Roman: "Die Blut - Loge"


Ich bedanke mich bei der Autorin für das Interview.

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