Mittwoch, 11. April 2012

André W. Huter - "Kinderlächeln"

„Kinderlächeln“ ist dein erstes Buch, worum geht es da?


Mein Buch „Kinderlächeln“ ist ein Sammelwerk von Märchen, Geschichten und Gedichten, die jeweils aus meinem kindlichen Auge, aber auch aus meinem jugendlichem Auge, die Welt erklären, bzw. die Schönheiten dieser Welt zeigen soll. Es enthält eine Geschichte über eine Meerjungfrau, aber auch Märchen über andere Welten. 



Buch etwa 60 Seiten lang
8,90€
Erscheinungstermin: Sommer 2012


Wie bist du auf die Idee gekommen Märchen in einem Gesamtwerk zu veröffentlichen?

Ich hatte eigentlich nie die Idee gehabt ein solches Buch zu veröffentlichen. Durch meine ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden die verschiedenen Märchen, Geschichten und Gedichte. Vor allem die Kinder baten mich immer, ihnen etwas zu erzählen, so saß ich mit ihnen im Gras und ich erzählte über Meerjungfrauen, Königen und dichtete vor mich hin. Erst im Nachhinein erinnerte ich mich an diese Momente, in denen die Kinder mit großen Augen vor mir saßen, an meinen Lippen klebten und dabei lächelten. Da kam mir der Gedanke mein Erzähltes festzuhalten und damit die Idee daraus ein Gesamtwerk zu gestalten.


Gestaltete sich die Verlagssuche schwer?


Ursprünglich hatte ich gar nicht die Intention das Werk zu veröffentlichen, doch als ich über meinen Vater eine Jugendbuchautorin kennenlernte, erhielt ich die Motivation das Werk zu veröffentlichen. Die Jugendbuchautorin, Rahel Abebe, erzählte mir über ihr bereits veröffentlichtes Buch und damit über den Verlag. Somit versuchte ich mein Glück bei diesem Verlag, hatte jedoch keine Erwartungen. Ich überließ die Entscheidung eher dem Schicksal, das es letztlich mit mir gut meinte. Im Übrigen treffe ich mich weiterhin mit Rahel Abebe, mit der ich mich über die verschiedenen Dinge der Literatur unterhalte.


Hast du noch weitere Veröffentlichungen z.B. im Bereich der Kurzgeschichten?


Vor dem Buch hatte ich schon vereinzelt einige Werke veröffentlicht gehabt um die Wirkung der Leser abzuwarten. Insgesamt habe ich in ca. 9 Anthologien mitgewirkt, sei es mit Märchen, Geschichten oder Gedichten. Auch in kleinen Literaturzeitschriften habe ich mit literarischen Beiträgen mitgewirkt.
Unter Pseudonym habe ich auch schon ein Buch veröffentlicht, dass wie ein Ratgeber für Jugendliche wirken soll.


Was inspiriert dich zum Schreiben? Seit wann lässt du deinen Gedanken schon freien Lauf?




 Was mich zum Schreiben inspiriert? Das ist eine schwierige Frage. Um es zusammengefasst in einem Wort auszudrücken, inspiriert mich das Leben. Oft sind es nichtige Dialoge im Bus, Träume oder einfach ein Bild, dass ich irgendwo sehe, dass mir dann die zündende Idee gibt. Ich betrachte gerne Kunstbände mit meinem Vater oder höre klassische Musik, bevor ich schreibe, aber eine Muse habe ich diesem Sinne nicht.
Auch die Frage, seit wann ich meine Gedanken freien Lauf lasse, lässt sich schwierig eingrenzen, aber als ich mit zwölf anfing Ahnenforschung zu betreiben, fing ich an über mein Leben mir Gedanken zu machen und dies in schriftlicher Form festzuhalten. Ich muss dazu sagen, dass schon sehr früh in meinem Leben viel geschehen war. Wuchs bei meinen Großeltern auf, und ich sprach die ersten sieben Jahre wenig und nahm deswegen einen unüblichen schulischen Werdegang. Mit dreizehn schrieb ich diese Erlebnisse in Form eines Buches auf. Eine wagemutige Idee! Mit fünfzehn Jahren versuchte ich dieses Gesamtwerk zu veröffentlichen und erhielt seitens vom Verlag die Empfehlung mit Anthologien Erfahrungen zu sammeln. Diese Erfahrungen sammelte ich jedoch in Schreibseminaren und kaufte mir Bücher über das Schreiben.


Wie bist du auf die Idee gekommen Seminare zu geben? Willst du mit deinem Beruf auch einmal in die Richtung von Kultur und Literatur gehen?


 Ich weis wie schwer es ist für Kinder und Jugendliche passende Schreibseminare oder Schreibwerkstätten zu finden. Um ihnen die Suche zu erleichtern, fing ich aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit heraus an, eine kostenlose Schreibwerkstatt anzubieten, die im Rahmen eines sozialen Projektes von der Aktion Mensch gefördert worden ist. Ich begann eine Ausbildung zum Schreibgruppenleiter, mit der ich nun auch vermehrt zu spezifischen Themen Seminare anbieten möchte. Es ist auch für ende des Jahres und für nächstes Jahr Schreibfreizeiten angedacht, die ich gemeinsam mit einer Grundschullehrerin und einer Schreibtherapeutin anbieten möchte – so was wie ein Schreibcamp für Kinder und Jugendliche.
Ob ich hauptberuflich eines Tages in dem Bereich Kultur oder Literatur arbeiten werde, ist noch ungewiss, aber eines ist sicher, ich werde auch in der Zukunft in dem Bereich arbeiten – nur eben als Nebenberuf. Vor allem möchte ich meinen Schwerpunkt verlagern, damit ich nicht nur literarische Angebote habe, sondern auch kulturelle. Für 2013 ist eine Bildungswoche zum Thema „Menschenrechte“ geplant, die ich gemeinsam mit dem Kreisjugendwerk der AWO Nürnberg für Kinder und Jugendliche veranstalten möchte. Auch für die Zukunft plane ich Angebote aus den Bereichen Kunst und Musik anzubieten, verbunden mit dem Schreiben.


Planst du schon weitere Werke, wenn ja welche?
 
Seitdem ich Blut geleckt habe, plane ich tatsächlich weitere Werke zu schreiben und diese dann zu veröffentlichen. Hier probiere ich mich immer wieder neu aus. So schreibe ich parallel mit einer Jungautorin an einem Werk mit dem Titel „Geliebter Feind“, in dem es über zwei Jungs geht, die sich am Ende verlieben. Mit Vanessa Fütterling werde ich auch an einem Werk arbeiten unter dem Titel „Kupferblut“, in dem es um einen Jugendlichen geht, der in einer weißen Welt lebt und plötzlich die Farben entdeckt und die Welt anmalt.
Ich selber arbeite auch an einen Krimi mit dem Titel „Mia, man tötet keine Menschen“, in dem ein kleines Mädchen, Menschen umbringt. Seit einigen Jahren schreibe ich auch an meinem etwas längeren Roman „Im Auge des Lebens“, zudem ich zur jetzigen Zeit nichts verraten möchte.
In der aktuellen Planung soll eine Anthologie veröffentlich werden unter der Mitwirkung von verschiedenen Autoren. Der Titel des Werkes wird „Weltenwandler – Die Anthologie“ sein. Diese Anthologie ist Rahel Abebe gewidmet, die aktuell eine etwas längere Schaffenspause eingelegt hat.
Ideen habe ich genug, nur fehlt mir die Zeit, alle Ideen umzusetzen, aber wem geht es nicht genauso?

Ich bedanke mich bei dem Autor für das Interview.

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