Donnerstag, 23. Februar 2012

Hugo Cabret

Da ich an diesen Film sehr hohe Erwartungen hatte, wurde ich schon wieder gänzlich enttäuscht…


Inhalt:

Der junge Hugo Cabret (Asa Butterfield ) lebt in den 30iger Jahren auf dem Pariser Bahnhof und geht seiner Aufgabe als Uhreneinsteller für seinen verschwundenen Onkel nach. Als Dieb hält er sich am Leben und eilt durch die Wände, die wie ein zu Hause für ihn sind. In der Rückblende wird von einer Zeit berichtet, in welcher er zusammen mit seinem Vater eine Maschine reparierte und sichtlich Spaß daran hatte. Nach dem schrecklichen und nicht weiter erläuterten Tod seines Vaters ( Jude Law ), wird er von seinem Onkel mit auf den Bahnhof genommen und muss frühzeitig lernen, was es heißt zu arbeiten.
 
 

 Als sein Onkel verschwindet, kümmert er sich selbst um dessen Aufgabe und zeigt so keinem in der Öffentlichkeit dass ein 12 Jähriger  Junge ohne Eltern lebt. Denn das ist verboten und alle Kinder ohne Eltern, die sich auf dem Bahnhof herumtreiben werden von dem Stationsaufseher ( Sacha Baron Coher ) gejagt und in ein Waisenhaus verfrachtet.
 

Hugo lässt sich natürlich keines Wegs erwischen. Hinzu kommt, dass er jene Maschine an welcher er zusammen mit seinem Vater gearbeitet hatte, mit in sein neues zu Hause nahm und sie nun, seit Beginn des Filmes, versucht zu reparieren. Ein Geheimnis scheint sich hinter dem kleinen Apparat zu verbergen und Hugo möchte es unbedingt lüften. Bis hier hin war der Film ok und baute langsam Spannung auf, die urplötzlich in sich zusammenbrach, als er einen Spielzeugladenbesitzer versucht zu bestehlen. Natürlich wird Hugo erwischt und soll seine Taschen leeren. Aus Angst dass der Besitzer den Stationsaufseher zu Hilfe ruft, befolgt er dessen Befehle und legt ihm ein Skizzenbuch vor die Nase. Interessiert steckt er es sich ein und droht es zu verbrennen. Hugo ist verzweifelt, da es das einzige Erinnerungsstück an seinen Vater ist und auch gleichzeitig die Anleitung, für die Maschine und deren Reparatur.
 

Hugo lässt sich nicht unterkriegen und freundet sich mit der Adoptivtochter von Papa Georges ( Ben Kingsley ) an, dem Besitzer des Spielzeugladens. Gemeinsam lüften sie das Geheimnis, denn Isabelle ( Chloe Grace Moretz ) besitzt einen Herzförmigen Schlüssel, der die Figur zu neuem Leben erweckt und eine Zeichnung übermittelt. Was noch immer spannend klingt, ist leider schon eine verlorenen gegangene Geschichte. Ab hier schwindet meine Erinnerung an die Story. Alles drehte sich um die Entstehung des Filmes, der Apparat und des Geheimnis werden nicht weiter eingebaut, stattdessen kommt heraus, dass Papa Georges ein einstiger Filmemacher, Drehbuchautor und Schauspieler war, der jedoch durch den Krieg alles verlor. Er verbrannte alle Erinnerungen und wurde verbittert und frustriert. Hugo schleift einen ehemaligen Fan zu ihm, der als Kind die angeblichen 500 Filme mitverfolgt hatte und sie über alles liebte. Ihm zu Ehren wird eine Feier veranstaltet und alles zusammengesucht, was man von seiner Kariere noch finden kann. Hier endet die Geschichte. Hugo bekommt ein neues zu Hause bei Isabelle und ihrer Familie, weil er dem alten Papa Goerges neues Leben eingehaucht hat und alle anderen Dinge werden einfach verdrängt.


Einschätzung:


Die Szenen wirkten von Anfang an einfach fantastisch. Die Darstellung und Lichtverhältnisse ließen die Geschichte spannend wirken. Zumindest in den ersten 15 Minuten. Der Film zog sich unweigerlich in die Länge und ja es ist geschehen, ich bin kurz eingenickt und habe mich nicht im Geringsten dafür geschämt. So ein schlechter Film ist mir schon lange nicht mehr unter die Augen gekommen. Es gibt keine Geschichte die übermittelt wird, keine Figuren die einem ans Herz wachsen und allgemein fehlt einfach der Sinn hinter dem Ganzen?! Gerade wenn Namen wie Jude Law oder Johnny Depp ( Produktion ) fallen, erwartet man doch ein Abenteuer zum Mitfiebern, stattdessen war ich extrem enttäuscht für diesen Mist 9 € ausgegeben zu haben!

„Nominiert für: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Beste visuelle Effekte!“ Quelle: Wikipedia


Und wenn ich auch noch lese, für wie viele Oscars dieses Desaster nominiert ist, frage ich mich ernsthaft, ob die Filmbranche überhaupt noch ordentliche Meisterwerke wie Herr der Ringe, Fluch der Karibik und Titanic hinbekommt. Ich bezweifle es stark, denn es ist ein allgemeines Problem dass es Neuauflagen von Filmen gibt oder neue Ideen, die einfach keinen Spaß machen und es lockt mich auch bald nichts mehr ins Kino. Denn so gut wie jeder Film ist in 3 D um die Preise noch mehr in die Höhe zu zerren und die Besucher aufs übelste abzuzocken, ich meine verdienen diese Blutsauger nicht schon genug an unserem geheuchelten Interesse?

Für so eine schwache Leistung kann ich nur 1 ½ von 5 Sternen vergeben und das auch nur, weil die Kinder als Schauspieler ihre Rollen wirklich gut versucht haben rüber zu bringen, was bei so einem Drehbuch gar nicht so einfach zu sein schien!

Ich kann und werde diesen Film keinem weiter empfehlen, investiert euer Geld sinnvoller als ich es tat!


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