Samstag, 21. Januar 2012

Constanze Budde - „Streetex - Von dort“

Heute stelle ich euch eine Autorin vor, deren Interview schon längst überfällig ist. Damals, ging es wegen den Problemen meines Computers verloren, doch Dank der Zusammenarbeit mit Constanze Budde, kann ich es jetzt endlich online stellen und euch eine neue Idee offenbaren...


„Streetex - Von dort“ ist dein erstes Buch, worum geht es da?


 In "Streetex-Von Dort" geht es um Jugendliche, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen und in ihrem Leben schon ziemlich viel haben mittmachen müssen. Erzählt wird aus der Perspektive des 16-jährigen Freddys. Der haut eines Tages mit seiner Gitarre aus dem Internat ab und strandet in Hamburg in einem Jugendfreizeitheim, wo er Hilfe angeboten bekommt und neue Freunde findet, mit denen er vor allem die Liebe zur Musik teilt. Durch die gemeinsame Musik versuchen Freddy und seine Freunde ihre Schicksale zu überwinden und neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln.


Taschenbuch: 177 Seiten

Verlag: Papierfresserchens Mtm-Verlag; Auflage: 1 (28. Dezember 2010)  
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3861960451

ISBN-13: 978-3861960454

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

10,90€


"Fange nie an aufzuhören und höre nie auf anzufangen!" - von Unbekannt verfasst. 

Du bist ja nicht nur literarisch begabt, sondern auch musikalisch. Kannst du beim musizieren abschalten und neue Ideen sammeln? Oder ist es einfach nur ein Hobby was deine Seele genauso berührt wie das Schreiben? Was spielst du alles?


Ja, also abschalten geht beim Musizieren auf jeden Fall. Wenn ich zum Beispiel beim Lernen merke, dass mein Kopf einfach voll ist und ich überhaupt nicht mehr aufnahmefähig bin, hilft es mir immer, ein bisschen Gitarre zu spielen und/oder zu singen. Neue Ideen kommen mir beim Musik machen auch, sind dann aber weniger auf die Inhalte meiner Bücher, sondern eher auf Lieder bezogen. Was ich an der Musik besonders schön finde, dass ich sie mit anderen Leuten zusammen genießen kann. Beim Schreiben sitze ich ja eher allein vor dem Computer. Die Musik ist da in mancher Hinsicht schon kommunikativer Ich spiele Cello und Gitarre und ein bisschen Percussions.


Deine Begeisterung für Musik hast du auch in dein Buch eingearbeitet. Warst du selbst schon mal in einem Internat? Oder hast du noch keine Erfahrungen in die Richtung gemacht und dir alles nur ausgedacht?


Nein, in einem Internat war ich noch nicht. Als ich mit 12 oder 13 Jahren meine "heiße Schloss Einstein Phase" hatte, wollte ich mal ins Internat, bin dann aber doch zuhause bei meiner Familie geblieben- so stark war der Wunsch nach Internat dann doch wieder nicht Alles, was ich über Freddys Internat geschrieben habe, beruht also rein auf Spekulationen und Vorstellungen.


Du willst ja gerne Buchwissenschaft und Nordische Philologie studieren. Das ist schon eine merkwürdige Kombination, wie bist du darauf gekommen?


Ich studiere Buchwissenschaft und Nordische Philologie jetzt im zweiten Semester und ich bin, trotz der vielen Arbeit, noch ganz glücklich damit.

 Die Kombination ist eher zufällig entstanden; Schwedisch wollte ich auf jeden Fall studieren, einfach deshalb, weil ich die Sprache nicht aufgeben wollte und mich die Skandinavische Kultur interessiert. Eigentlich wollte ich das in Greifswald studieren, aber dort fand ich kein Zweitfach, das mich genug interessiert hätte. Also habe ich im Internet geschaut, wo man Nordische Philologie noch studieren kann, und da bin ich eben auch auf Erlangen gestoßen. Und dort fand ich im Studienangebot dann Buchwissenschaft. Den Namen fand ich schon spannend und als ich mir den Modulplan und die Studieninhalte durchgelesen hatte, wusste ich: "Das ist perfekt!"

 Und so kam diese Kombination zustande.


Auf deiner Homepage findet man auch einiges in Schwedisch, was verbindet dich mit dieser Sprache?

Ja, also, wie gesagt, zum einen studiere ich ja jetzt Schwedisch. Aber mein Bezug zu Schwedisch war auch vorher schon vorhanden. Ich war nach dem Abi sieben Monate als AuPair in Schweden und habe da die Sprache gelernt. Die Freunde, die ich in Schweden gefunden haben interessieren sich natürlich auch für mein Buch, und deshalb habe ich Teile auf Schwedisch übersetzt.

Und natürlich ist da ein ferner Traum in meinem Hinterkopf, dass mein Buch vielleicht einmal eines Tages übersetzt wird.

Du warst für 5 Monate in Neuseeland, hast du dort Ideen gesammelt? Oder dir diese wundervolle Natur eingeprägt für kommende Bücher?


Also, Ideen sammle ich ja eigentlich immer, oder besser: die kommen einfach, oder sie kommen eben nicht. Das ist ziemlich orts- und situationsunabhängig. Aber Neuseeland hat mich schon nachhaltig beeindruckt. Von dem, was ich dort in meiner Gastfamilie und in der Schule erlebt habe, habe ich, rückwirkend betrachtet schon sehr profitiert. Die Natur hat mich natürlich auch sehr fasziniert. Ich habe bei einer Reise über die Nordinsel zum Beispiel mit einer Freundin in einer wunderschönen Landschaft gesessen und ihr eine Geschichte von mir erzählt. Es gibt dort einfach unglaublich verzauberte und magische Orte, wo man sich einfach hinsetzen und stundenlang schreiben könnte. 


Bekommen wir bald neuen Lesestoff von dir?


Ich hoffe. Der zweite Band von "Streetex" ist abgeschlossen. Ich habe das Manuskript ein paar Leuten zum Korrekturlesen gegeben. Auf deren Antwort und Kritik habe ich gewartet und sobald ich die hatte, habe ich das Buch auch wieder an den Verlag geschickt. Jetzt warte ich gespannt auf eine Antwort. In der Zwischenzeit arbeite ich am dritten Band und außerdem noch an einigen anderen Projekten.

Ich bedanke mich bei der Autorin für das tolle Interview.

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