Dienstag, 20. Dezember 2011

„Seeräuberkapitän Semmelbrösel“ - Ralf Waiblinger


Sollten Eltern von kleinen Kindern noch nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk suchen - ich habe es gefunden:
Das Kinderbuch „Seeräuberkapitän Semmelbrösel“ ist dein erstes Werk, um was geht es da und für welches Alter ist es geeignet?
Seeräuberkapitän Semmelbrösel handelt von einem Piraten dessen Geschichte eigentlich so beginnt, wie man sich einen Piraten vorstellt. Mit viel Getöse und allerlei Trara passiert das, was Piraten eben tun: Sie überfallen Schiffe und erbeuten Gold und Edelsteine. Allerdings nimmt die Geschichte einen unerwarteten Verlauf, denn unserem Seeräuberkapitän steigen Gold und Silber so sehr zu Kopf, dass er gierig sein Schiff ausschließlich damit belädt, und sich zuletzt daran buchstäblich die Zähne ausbeißt. Dies hat entsprechend unerwartete Konsequenzen, die zu seinem neuen Namen (denn früher einmal hieß er Kapitän Jack – wegen seines eleganten blauen Jacketts) und zu einer Quasi-Berufsunfähigkeit führen – Und darum kennt den Seeräuberkapitän Semmelbrösel auch kein Mensch!
Geeignet ist das Buch zum Vorlesen für Kinder ab 3 Jahren und für Selbstleser bis etwa zur Klasse 3, also etwa von 3-8 Jahren.
  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten



  • Verlag: Papierfresserchens Mtm-Verlag; Auflage: 1 (1. März 2011)



  • Sprache: Deutsch



  • ISBN-10: 3861960532



  • ISBN-13: 978-3861960539



  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 7 Jahre



  • 12,90€


    Mein persönliches Lieblingsmotto lautet: „Die persönliche Freiheit liegt in der Tat, nicht im Gedanken!“ oder um es in den Worten meines Schwagers in England zu sagen: „Don’t talk about it – Just do it!“

    Hast du die Bilder selbst illustriert?

    Ja, die Zeichnungen (erst mit Bleistift dann mit Tusche) stammen von mir, die Coloration, die die Zeichnungen zum Leben erwecken, verdanke ich meiner Frau.

    In wiefern unterstützt dich deine Frau bei deiner Leidenschaft dem Schreiben? Hat sie dich vielleicht inspiriert?

    Die Inspiration kam durch meine Kinder. Wir haben uns ein zeitlang erfundene Geschichten erzählt. Da kam allerlei Fantastisches zusammen. Irgendwann landet man dabei auch bei Piraten. Die Pointe zum Buch kam zu Stande, als meine Kinder ihren Großvater baten einmal sein Gebiss herauszunehmen und es dann äußerst lustig fanden, dass sie ihren Großvater nun nicht mehr verstehen konnte, wenn er etwas sagte. Die Geschichte vom Seeräuberkapitän Semmelbrösel stammt also irgendwie aus dem richtigen Leben.
    Meine Frau managt das Ganze hinter den Kulissen, von der Organisation von Lesungen, Kontakt und Korrespondenz mit dem Verlag, Internet und Facebook, usw…
    Warum heißt deine Hauptfigur „Semmelbrösel“? Wie bist du auf diesen lustigen Namen gekommen?

    Die Piraten haben ihre Namen durch persönliche Eigenarten oder Eigenschaften, wie der Zwölfmesser-Hansel, der Augenklappen-Fredl, der Pistolen-Seppel oder der Holzbein-Jockel. Man kann nun sicher erahnen wieso der Seeräuberkapitän Semmelbrösel „Semmelbrösel“ heißt – nur so viel, es hat etwas mit seinem eingeschränkten Speiseplan zu tun
    Du zeichnest sehr viel und stellst sogar immer einen „Comic des Monats“ auf deine Homepage. Was bedeutet dir mehr? Das Schreiben oder das Zeichnen?

    Zeichnen und Schreiben sind völlig verschiedene Strömungen in mir und zeitlich eigentlich immer versetzt. Beides sind allerdings wunderbare Formen meines innersten Ausdrucks. Eine Gewichtung fällt mir heute schwer, vor Jahren wäre es sicher das Zeichnen gewesen, da ich schon sehr viel länger zeichne als Geschichten zu schreiben. Beim Zeichnen ist es vielleicht wie bei einem Schreiner, der sich einen Tisch ausdenkt, diesen formt und herstellt und dann zufrieden vor seiner Schöpfung steht – es entsteht etwas Visuelles, eine Form oder Gestalt, die auch andere so wahrnehmen. Beim Schreiben bin ich total in einer andern Welt – ich befinde mich buchstäblich auf der Straße, in dem Haus und in der Szene, die der Charakter gerade durchlebt und bringe meine Eindrücke, Empfindungen und Ideen auf Papier. Hier entstehen dann auch Marker für eine spätere Zeichnung. Während mich beim Zeichnen sogar laute Musik beflügelt, brauche ich beim Schreiben eher meine Ruhe um in meine persönliche Welt und Geschichte einzutauchen. Das spannende am Geschriebenen ist dann, wie es wiederum von einem Leser wahrgenommen wird.
    Ich kenne viele Menschen die ihr Talent auf Youtube präsentieren. Und in einem Zusammenschnitt zeigen wie ihre Bilder entstehen, wäre so etwas in deinen Augen nicht auch eine schöne Werbung?

    Sicher – das wäre eine ganz tolle Sache und ich habe mir auch schon Gedanken in dieser Richtung gemacht. Es ist eben alles eine Frage der verfügbaren Zeit.
    Wird es noch mehr Kinderbücher von dir geben? Oder könntest du dir auch vorstellen dich gleichzeitig auf Jugend und Erwachsenenlektüre zu konzentrieren?


    Grundsätzlich gerne. Fertig bis auf den letzten Schliff ist eine Krimisatire (ebenfalls mit Zeichnungen in schwarz-weiß unterlegt) – allerdings ist diese Geschichte nicht für Kinder geeignet. An dem Punkt, ob ich diese Geschichte zur Veröffentlichung geben soll, werde ich in Kürze stehen. Auch zum Seeräuberkapitän Semmelbrösel ist mir klar, wie eine Fortsetzung weitergehen müsste. Das „ob“ und „wie“ hängt auch hier etwas von der Entwicklung des ersten Buches ab, und von meiner Zeit – die läuft einem nämlich täglich davon.


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