Montag, 5. September 2011

Carolin Grotjahn - "Die Wolkenmagierin"

Ja, endlich melde ich mich mal wieder mit einer talentierten Jungautorin. Carolin Grotjahn taucht ein in eine fremde Welt voller mystischer Wesen und Abenteuer. Lasst euch von ihrem Buch verzaubern und erfahrt mehr über die spannende Geschichte im Interview:

Die Wolkenmagierin“ ist dein erstes Buch, worum geht es da?
Es geht um ein ganz normales Mädchen, das doch nicht so normal ist, wie es denkt. Im Alter von 13 Jahren erfährt Jade McGrace, dass sie eine Squinda, eine Wolkenmagierin, ist und die Magieschule Squindale besuchen soll, die im Land über den Wolken liegt. Gemeinsam mit ihrem Freund Domix McCones, in dem ebenfalls das Blut eines Wolkenmagiers fließt, macht sie sich auf, um dort Wolkenmagie zu lernen.
Sie findet bald heraus, dass ihre Eltern ebenfalls einst die Schule besuchten und dass das Schicksal von Justus und Emily McGrace, die nun schon mehr als zwölf Jahre als verschollen gelten, untrennbar mit dem Höchsten, einem abtrünnigen Wolkenmagier, zusammenhängt. Und der ist inzwischen Herrscher der Unterwelt ist.
Noch weiß Jade nicht, dass sie eine herausragende Rolle im Kampf gegen den
Höchsten spielen wird...
ISBN: 978-3-940367-71-6
Taschenbuch
304 Seiten
12,20€

Motto:

Lebe deine Träume und träume nicht dein Leben!

Was ist der Unterschied zwischen Wolkenmagiern, Wolkenelfen und Wolkenfeen? Und wie bist du auf diese Geschöpfe gekommen?

Man muss sich das Folgendermaßen vorstellen: Jeder, der die Schule für Wolkenmagier besucht, besitzt die gleiche „Grundmagie“, Wolkenmagie. Doch die Magie kann in verschiedene Richtung „weitergebildet“ werden, also sie kann sich in verschiedene Richtungen entwickeln.
Die Schüler/innen, die das Haus Squinsola besuchen, nennt man Wolkenmagier, denn sie beschäftigen sich vor allem mit der Transformation und dem Benutzen von Wolken für eigene Zwecke, zum Beispiel, um den Ort zu wechseln oder Gegenstände herzustellen.
Das Haus Contellsi besuchen nur Jungen und diese werden fort zu Wolkenelfen ausgebildet. Das bedeutet, sie haben zwar dieselben Grundfächer wie die Wolkenmagier in Squinsola, aber sie lernen, wie man das Wetter manipuliert, und nicht, wie man den Ort wechseln kann.
Außerdem werden sie darin unterwiesen, die eigene Gestalt in die einer Taube oder eines anderen Vogels zu verändern – wobei Tauben bevorzugt werden, da sie quasi die Freunde der Wolkenmagier/Wolkenfeen/Wolkenelfen sind. Es dauert aber eine geraume Zeit, bis man die Fertigkeit erlernt, manche der Wolkenelfen schaffen es nach dem ersten Schuljahr noch nicht..
Die Schülerinnen im Haus Pryfano – die Wolkenfeen - erhalten ebenso wie die Wolkenelfen keinen Unterricht in Wolkentor, sondern werden auch in der Manipulation des Wetters unterrichtet. Zusätzlich lernen sie noch, sich in eine höhere Bewusstseinsebene zu begeben und auf dieser eine Weile zu bleiben. In dieser Phase besitzen die Wolkenfeen Flügel und können durch die Luft fliegen.
Die Geschöpfe haben keinen genauen Ursprung. Ich fand es am Anfang des Schreibens langweilig, wenn alle Schüler haargenau dasselbe lernen würden, deswegen habe ich der Schule drei verschiedene Fachrichtungen gegeben. Dass daraus dann neue Geschöpfe entstanden sind, verdanke ich kleinen netten Geistesblitzen :-):-)


Du schreibst ja nicht nur an normalen Büchern sondern auch Drehbücher. Was ist schwerer?

Das kann man nicht so einfach sagen. Bei Drehbüchern liegt der Schwerpunkt eher auf den Bildern. Man muss die Geschichte so erfinden, dass die Zuschauer von den Bildern hingerissen sind. Da tritt die eigentliche Geschichte oftmals in den Hintergrund und es ist nur wichtig, wie die Geschichte inszeniert wird. Bei Büchern ist der Schwerpunkt ein anderer, die Leser wollen starke Figuren, einen interessanten Plot und möglichst einen Spannungsbogen, habe ich das Gefühl.
Es ist nicht so wichtig, ob das Gebirge jetzt riesig oder klein, bewachsen oder nur Steinwüste ist. Wichtig für das Buch ist, was in dem Gebirge geschieht. Bei einem Drehbuch würde man eher Wert auf ein tolles Panorama des Gebirges legen.
Ich würde sagen, dass beides, Buch und Drehbuch, eine schöne Herausforderung ist, doch wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass mir Drehbücher leichter fallen. Da muss ich mir nicht ganz so viele Gedanken über Figuren und Plot machen, sondern eher kann mich eher drauf konzentrieren, wie ich die ganze Sache darstellen und wie ich die Dialoge schreibe.


In deiner Freizeit filmst du sehr gerne, drehst du dann kurze Geschichten die vielleicht aus deiner eigenen Feder stammen?

Ja, wenn ich filme, dann sind das grundsätzlich Geschichten, die ich alleine oder mit einer Freundin geschrieben habe.

Wer hat dich in deinem Handeln und Tun beeinflusst? Deine Eltern? Oder vielleicht ein/e Autor/in?

Das waren viele andere Buchautoren, deren Werke ich gelesen habe. Mir hat es gestunken, dass oft in Büchern meine Lieblingsfiguren gestorben sind oder Dinge passierten, mit denen ich überhaupt nicht einverstanden war.. Deshalb habe ich mir gesagt: Jetzt schreibe ich eine Geschichte, dann kann ich entscheiden wer stirbt und wie die Handlung aussieht.

Was wäre dein Traumberuf? Beziehungsweise wo siehst du dich in 15 Jahren?

Mein Traumberuf besteht aus zwei Teilen: Hauptberuflich Journalistin und nebenberuflich in meiner (hoffentlich existierenden) freien Zeit an meinen Büchern schreiben. In 15 Jahren sehe ich mich in einer Zeitungsredaktion.
Wird es noch eine Fortsetzung geben? Oder arbeitest du schon an neuen Werken?

Nein, eine Fortsetzung gibt es zu „Die Wolkenmagierin“ nicht, aber ich sitze schon lange an weiteren Werken. Mein Fantasyroman „Die Träger der Prophezeiung“ ist beendet und sucht gerade nach einem Verlag. Außerdem arbeite ich an momentan an der Geschichte „Tatjana Korvas“, von der manche vielleicht schon auf Facebook gelesen haben. Das ist zwar vordergründig eine Fantasygeschichte, aber sie thematisiert auch das Thema Leukämie und den Umgang mit Menschen, die daran erkrankt sind. Falls das Buch einen Verlag findet, werde ich einen Teil der Einnahmen an eine Organisation zur Kinderkrebshilfe spenden.. Wenn man schon etwas gut kann, dann sollte man das auch verwenden, um anderen zu helfen. Und die kranken Kinder brauchen Geld, um besser leben zu können.

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche der Autorin auch weiterhin viel Erfolg.

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